Spaghetti mit Kirschparadeisern und Stracciatella
Warme Pasta mit Knoblauch und Paradeisern trifft auf kalten, cremigen Käse. Die Stracciatella kommt roh auf den Teller — erhitzt wird sie körnig.

Zubereitung
Notiz: Stracciatella niemals mitkochen, sie flockt aus. Wer sie nicht bekommt: eine Burrata aufschneiden und die Füllung verwenden. Variante ohne Paradeiser: Schritt 2 und 3 weglassen und stattdessen 60 g grob gehackte Pistazien in Olivenöl kurz rösten, dann mit Zitrone und viel Pfeffer abschmecken. Reste schmecken nur lauwarm, der Käse lässt sich nicht wieder aufwärmen.
Stracciatella ist das cremige Innenleben der Burrata: Mozzarella-Fäden, die in Obers gerissen werden. In Apulien, wo der Käse herkommt, bringt man ihn selten in die Pfanne — er kommt kalt unter oder auf das warme Gericht, damit er nur leicht anschmilzt.
Zwei Dinge machen hier den Unterschied. Die Teller vorwärmen, damit der Käse nicht kalt und fest bleibt. Und beim Schwenken großzügig Nudelwasser nehmen: die Stärke darin bindet Öl und den Saft der Paradeiser zu einer Sauce, sonst schwimmt alles nebeneinander her.